Regierung hilft jungen Handwerkern (Quelle: Kölner Stadt Anzeiger, Erscheinungsdatum: 14.04.2007)
19.06.07 12:23
Alter: 6 yrs



Kategorie: Presseartikel


Quelle: Kölner Stadt Anzeiger

Erscheinungsdatum: 14.04.2007

Regierung hilft jungen Handwerkern

Eine Gründungsprämie für Meister führte zur Entstehung Tausender Betriebe.


 

Von Heinz Tutt

 

Düsseldorf – Knapp 11000 Handwerksmeisterinnen und- meister haben sich seit 1995 mit Hilfe eines Sonderprogramms der Landesregierung selbständig machen können. Die Meistergründungsprämie, die den jungen Handwerkern als Starthilfe gewährt wurde, ist mit 7500 Euro vergleichsweise gering. Der Erfolg dieses Programms ist dafür umso erstaunlicher. Landeswirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) zog am Freitag eine positive Bilanz. Die Meistergründungsprämie NRW (MGP) führe zu außerordentlich sicheren Existenzgründungen mit unerwartet hohen Arbeitsplatzeffekten.

Bei Einführung der MGP hatte man mit rund drei Arbeitsplätzen pro Gründung gerechnet, tatsächlich sind es durchschnittlich 5,2 Stellen geworden. In den Unternehmen konnten insgesamt rund 56000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zwei Drittel der Handwerker gründeten einen neuen Betrieb; rund 30 Prozent übernahmen bereits bestehende Firmen. Die jungen Handwerksunternehmen bildeten vergleichsweise viele Lehrlinge aus, erklärte Thoben. Die Meisterprämie sei gut angelegt.

Die Insolvenzquote bei den jungen Unternehmen liege bei weniger als einem Prozent, führte die Ministerin weiter aus. Da die Prämie einen Anreiz zur Schaffung oder Sicherung von Beschäftigung geben soll, müssen Geförderte nach drei Jahren nachweisen, dass sie Mitarbeiter über zusammengerechnet 24 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt haben. Die Mittel werden nach einer Beratung durch die zuständige Handwerkskammer von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) bewilligt.

Eine Langzeituntersuchung von Professor Reinhard Schulte (Universität Lüneburg) ergab, dass die Handwerker ihre wirtschaftliche Situation als sehr gut einschätzen. Jeder zweite Gründer ist im Alter zwischen 30 und 39 Jahre. In 37 Prozent der Fälle waren die Meister zuvor arbeitslos. Die meisten Firmengründungen fanden in den Bereichen Bau/Ausbau (30 Prozent), Elektro/Metall (30 Prozent) sowie Gesundheit/Körperpflege (25 Prozent) statt. In diesem Jahr rechnet das Wirtschaftsministerium mit rund 800 neuen Anträgen. Die Richtlinie der Meistergründungsprämie und die Antragsformulare können im Internet abgerufen werden.








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